Antonio Vivaldi: Die Vier Jahreszeiten -Le Stagioni-  für Violine und Orchester

          

 

Der Frühling                                                                                    

Die Maske zeigt ein pausbäckiges junges Gesicht unter einer an ein Gemälde von Sandro Botticelli erinnernden Blütenhaube. Bunte Stoffblumen zieren die transparente Reifrock-Konstruktion. Die schwebenden Schleier symbolisieren den  zarten Hauch der Frühlingswinde.

La Primavera: Giunt'è la Primavera e festosetti/ La salutan gli Augei con lieto canto/ E i fonti allo spirar de'Zeffiretti/ Con dolce mormorio scorrono intanto./ Vengon coprendo l'aer di nero amanto/ E lampi, e tuoni ad annuntiarla eletti/ Indi, tacendo questi, gli Augelletti/ Tornan di nuovo al lor canoro incanto. / E quindi sul fiorito ameno prato/ Al coro mormorio di fronde e piante/ Dorme' l Caprar col fido can a lato./ Di pastoral zampogna al suon festante/ Danzan Ninfe e Pastor nel tetto amato/ Di primavera all'apparir brillante.          Antonio Vivaldi

Der Frühling: Der Frühling ist gekommen, in festlicher Freude grüßen ihn die Vögel mit fröhlichem Gesange, und die Quellen fließen in süßem Gemurmel zum Hauch der Zephirwinde. Doch schwarz bedeckt sich der Himmel, mit Blitz und Donner wird der Frühling angekündigt; dann schweigen sie, und die Vögel beginnen wieder ihren bezaubernden Gesang, und dann schläft auf der blumengeschmückten lieblichen Wiese beim zarten Rascheln des Laubes und der Pflanzen der Ziegenhirte mit seinem treuen Hund zur Seite. Zum festlichen Klange der ländlichen Schalmei tanzen Nymphen und Schäfer im lieblichen Haine beim strahlenden Erscheinen des Frühlings.

Der Sommer

Mehr als 200 Swarowski-Strassteine und 3 Meter Strass-Kette blitzen und funkeln bei jedem Lichtstrahl. Der glitzernde  Sonnenkreis läßt die Geigerin fast 2 Meter groß erscheinen. Die edle Gesichtsmaske hat den Ausdruck der Gefahren eines heftigen Sommer-Gewitters.

 L'Estate: Sotto dura Staggion dal Sole accesa/ Langue l'uom, langue'l gregge ed arde il pino/ Scioglie il Cucco la voce, e tosto intesa/ Canta la tortorella e'l gardelino./ Zeffiro dolce spira, ma contesa/ Muove Borea improviso al Suo vicino/ E piange il pastorel perche sospesa/ Teme fiera borasca, e'l suo destino./ Toglie alle membra lasse il Suo riposo/ Il timore de'lampi, e tuoni fieri/ E de mosche, e mossoni il Stuol furioso./Ah che pur troppo i Suo timor son veri/ Tuona e fulmina, il ciel e grandioso/ Tronca il capo alle spiche e a'grani alteri. Antonio Vivaldi

Der Sommer: In der harten Jahreszeit der sengenden Sonne schmachtet der Mensch, schmachtet die Herde, brennt die Pinie. Der Kuckuck läßt seinen Ruf erschallen, und bald stimmt die Turteltaube ein und der Distelfink. Es weht der süße Zephirwind, aber der Nordwind bricht unversehens herein und bekämpft ihn. Es weint der Hirte, weil er den hereinbrechenden heftigen Wind fürchtet und sein Schicksal. Den müden Gliedern nimmmt all ihre Ruhe die Furcht vor den Blitzen, den heftigen Donnerschlägen und den Fliegen und der wütenden Schar der Brummer. Seine Befürchtungen, ach, sind nur zu begründet, der Himmel donnert und blitzt, und der Hagelschauer knickt den Mais und das stolz aufgerichtete Korn.

 Der Herbst

Antonio Vivaldi beschreibt in seinem Concerto das ländliche Leben, ein Dorffest mit wildem Saufgelage und eine Jagdszene mit Hundegebell und Gewehrschüssen. Deshalb wird er hier durch einen italienischen Musketier dargestellt.

L'Autunno: Celebra il vilanel con balli e canti/ Del felice raccolto il bel piacere/ E del liquor di bacco accesi tanti/ Finiscono col sonno il lor godere./ Fà ch'ogn'uno tralasci e balli e canti/ L'aria che temperata dà piacere,/ E la Staggion ch'invita tanti e tanti/ D'un dolcissinmo Sonno al bel godere./ I cacciator alla nov'alba a caccia/ Con corni, Schioppi, e cani escono fuori/ Fugge la belua, e Seguono la traccia;/ Già Sbigottita, e lassa al gran rumore/ De'Schioppi e cani, ferita minaccia/ languida di foggir, mà oppressa muore. Antonio Vivaldi

Der Herbst: Der Bauer feiert mit Tänzen und Liedern das schöne Vergnügen der glücklichen Ernte, und berauscht vom edlen Tropfen des Bacchus enden sie ihre Lust im Schlafe. Die von Vergnügen erfüllte Luft und die Jahreszeit, die alle zu einem erholsamen Schlafe einlädt, lassen sie Tanz und Gesang beenden. In der ersten Morgendämmerung ziehen die Jäger mit Hörnern, Flinten und Hunden hinaus, es flieht das Wild, und sie verfolgen die Spur. Erschreckt und ermattet vom Lärm der Flinten und Hunde, verletzt, von der Flucht entkräftet, verendet es überwältigt.

Der Winter

Die Flügel des in winterlichen Farben gehaltenen Eisvogels sind mit weit mehr als 900 einzeln vernähten echten Federn bedeckt. Ihr Beben bei jeder Bewegung der Künstlerin erinnert an das Zittern des Frierenden in der Kälte. Der Vogelkopf ist der Höhepunkt einer im Lauf der Jahreszeiten-Masken immer stärker werdenden Verfremdung: vom Kindlichen über das edle Erwachsene und Skurrile zum Tierischen.

L'Inverno: Aggiacciato tremar trà nevi algenti/ Al Severo Spirar d'orrido Vento,/ Correr battendo i piedi ogni momento;/ E pel soverchio gel batter i denti;/ Passar al fuoco i di quieti e contenti/ Mentre la pioggia four bagna ben cento/ Caminar sopra' l giaccio, e a passo lento/ Per timore di cader girsene intenti;/ Gir forte, sdruzziolar, cader a tèrra/ Di nuovo ir Sopra'l giaccio e correr forte/ Sin ch'il giaccio si rompe, e si desserra;/ Sentir uscir dalle ferrate porte/ Sirocco, Borea, e tutti i Venti in guerra/ Quest' è 'l verno, mà tal, che gioja apporte. Antonio Vivaldi

Der Winter: Erstarrt zittern in eisigen Schneeschauern beim schneidenden Hauch des schrecklichen Windes, im Lauf immer wieder die Füße aufstampfen und vor grimmiger Kälte die Zähne klappern ruhig und zufrieden seine Tage am Kamin zubringen, während draußen der Regen alle durchnäßt. eislaufen, langsam und aufmerksam, aus Angst zu stürzen, rasch sich drehen, ausrutschen, zu Boden fallen, wiederum auf dem Eise sich bewegen und rasch laufen, bis das Eis bricht und sich aufspaltet, fühlen, wie aus den eisernen Pforten kommen Südost- und Nordwind und alle die kämpfenden Winde, das ist der Winter, aber, wie er auch sei, welch Freuden bringt er.

 

Die Geigerin Susanne Cramer-Lamprecht spielt in verschiedenen Masken und Kostümen.

Diese Kostüme sind von der Künstlerin selbst handgefertigte Unikate. Insbesondere sind die das Gesicht vollständig bedeckenden Masken den besonderen spieltechnischen Anforderungen einer konzertierenden Geigerin angepasst.

Nicht nur das diese ungewöhnliche Interpretation von Vivaldis Meisterwerk ungemein dekorativ ist, auch will sich Susanne Cramer-Lamprecht durch die Anonymisierung der Verkleidung bewußt selbst als Solistin zurücknehmen und der schon von so vielen Weltklasse-Violinisten interpretierten Musik den Vorrang lassen.

Buchen Sie das Auftrittszelt als Bühnenbild gleich mit! Den Aufbau und Transport übernehmen natürlich wir!l

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Wenn Sie noch mehr Fotos der Masken sehen wollen, schauen Sie sich bitte das Fotoalbum an!